Klaus Trofoby
Ich platze hier in diesem Büro. Mein frei denkender Geist fühlt sich eingezwängt in dieses Dachzimmer von einem Arbeitsplatz. Ich möchte ausbrechen, raus in die Welt. Mein Blick soll schweifen können, über Felder hinüber zu Wäldern und Bergen. Ich brauche Menschen um mich, die denken können und ruhig sind. Hier verrichte ich stupide Arbeit, welche mein Denkvermögen einschränkt. Genervt von Druckerproblemen über Fernsehkartenprobleme hin zu Wordvorlagen jenseits von Dextroenergen kauenden externen Mitarbeitern. Es ist dieser eine der immer hinter meinem Rücken den Papierkorb benutzt, hinter mir auf die Telefonliste starrt und mich zu meinem Hinterkopf gewendet um den Hefter bittet. Bitte, nehmt mich raus hier, platziert mich an eine für mich artgerechte Umgebung.
Ich bin intelligent, kreativ, selbständig und ausgesprochen verantwortungsbewusst. Ich bin hartnäckig, kann Zusammenhänge schnell erfassen. Geprägt durch mein Weltbild besitzt meine Einstellung stete Offenheit. Ich bin klar im Kopf und befreie mich immer wieder selber von meinen Vorurteilen. Situationen schätze ich mit der Präzision von Atomuhren ein. Und, ich bin bescheiden.
Leider werde ich, so wie es zur Zeit aussieht, meine Stelle selber schaffen müssen. Leider habe ich keine Ahnung wozu diese Stelle gut sein soll, wofür man es benutzen kann. Es sollte auch nur meinen Lebensunterhalt finanzieren und es sollte mir Freude bereiten. Es sollte auch Spielraum offen lassen, damit sich meine Natur so richtig darin austoben kann. Im Spielraum wie in der Stelle. Es sollte sich auch gut mit Spielraum kombinieren lassen. Am besten wäre Spielraum-Es. Oder besser Spiel-Es-raum. Oder Spieselraum. Spesielraum? - Na, Unterschied gemerkt?
Ich bin Unkreativ, ich weiss. Aber das macht nichts. Ich versuche auch nur mich auszudrücken. Dem Inneren Gelegenheit zu geben nach Aussen zu treten und sich zu zeigen. Hier ist eine Form, und das Innere ergiesst sich nun langsam aber stetig hinein. Das fühlt sich toll an. Noch nicht wirklich befriedigend, doch dafür bleibt noch Zeit. Erneut soll ich mich in Geduld üben. Eigentlich wollte ich heute viel arbeiten, aber wie das so ist mit stupider Arbeit, es kotzt mich an. Meine Gedanken geraten zu schnell auf andere Pfade, suchen sich aus dem Irrgarten auf abgelegenen Wegen die Erholung die sie verdienen. Angestrengt von monotonen Alltagen mit den immergleichen Fragen nach Sinn und Ursprung, nach der Frau I., nach den Gefühlen, nach und nach legt sich der Sturm. Und nun? Geistige leere.
Tragisch, wie sich Teile vom Körper zusammenziehen bei dem Gedanken an die verstrichene Zeit. Jene Zeitspanne zwischen meinem Senden und ihrem ausgebliebenen. Der Unterleib tobt und löst sogleich Energieschübe Richtung Hinterteil los. Später dann wird die Energie aufsteigen und ich werde mich schrecklich einsam fühlen. Doch schon bald, werden Gedanken durch mich fahren, Musik durch meine Gehörwände klinken oder einfach der Blick an ein anderes Ort geleitet. Oder aber ich erhalte eine SMS und bin am Boden zerstört. Sorry for that, it's over for now.
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Ich bin intelligent, kreativ, selbständig und ausgesprochen verantwortungsbewusst. Ich bin hartnäckig, kann Zusammenhänge schnell erfassen. Geprägt durch mein Weltbild besitzt meine Einstellung stete Offenheit. Ich bin klar im Kopf und befreie mich immer wieder selber von meinen Vorurteilen. Situationen schätze ich mit der Präzision von Atomuhren ein. Und, ich bin bescheiden.
Leider werde ich, so wie es zur Zeit aussieht, meine Stelle selber schaffen müssen. Leider habe ich keine Ahnung wozu diese Stelle gut sein soll, wofür man es benutzen kann. Es sollte auch nur meinen Lebensunterhalt finanzieren und es sollte mir Freude bereiten. Es sollte auch Spielraum offen lassen, damit sich meine Natur so richtig darin austoben kann. Im Spielraum wie in der Stelle. Es sollte sich auch gut mit Spielraum kombinieren lassen. Am besten wäre Spielraum-Es. Oder besser Spiel-Es-raum. Oder Spieselraum. Spesielraum? - Na, Unterschied gemerkt?
Ich bin Unkreativ, ich weiss. Aber das macht nichts. Ich versuche auch nur mich auszudrücken. Dem Inneren Gelegenheit zu geben nach Aussen zu treten und sich zu zeigen. Hier ist eine Form, und das Innere ergiesst sich nun langsam aber stetig hinein. Das fühlt sich toll an. Noch nicht wirklich befriedigend, doch dafür bleibt noch Zeit. Erneut soll ich mich in Geduld üben. Eigentlich wollte ich heute viel arbeiten, aber wie das so ist mit stupider Arbeit, es kotzt mich an. Meine Gedanken geraten zu schnell auf andere Pfade, suchen sich aus dem Irrgarten auf abgelegenen Wegen die Erholung die sie verdienen. Angestrengt von monotonen Alltagen mit den immergleichen Fragen nach Sinn und Ursprung, nach der Frau I., nach den Gefühlen, nach und nach legt sich der Sturm. Und nun? Geistige leere.
Tragisch, wie sich Teile vom Körper zusammenziehen bei dem Gedanken an die verstrichene Zeit. Jene Zeitspanne zwischen meinem Senden und ihrem ausgebliebenen. Der Unterleib tobt und löst sogleich Energieschübe Richtung Hinterteil los. Später dann wird die Energie aufsteigen und ich werde mich schrecklich einsam fühlen. Doch schon bald, werden Gedanken durch mich fahren, Musik durch meine Gehörwände klinken oder einfach der Blick an ein anderes Ort geleitet. Oder aber ich erhalte eine SMS und bin am Boden zerstört. Sorry for that, it's over for now.
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12. Dez, 15:44






