Mittwoch, 23. Juli 2008
Die Kunst ist nicht, den Problemen aus dem Weg zu gehen.
Die Kust ist, da zu sein wo die Probleme sind.
Mitten im Leben, anwesend mit Herz, Verstand und
wachsendem Bewusstsein.
Das Leben ist schwer, vieles drückt und klebt, lässt einen
nicht mehr los. Oft dachte ich, das Leben hat doch so
keinen Sinn. So trocken und öde.
Wäre nur dies und jenes, so würde vieles anders.
Doch ganz gleich was kommt, der nächste Augenblick
schon voller Kraft und Leuchten.
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23. Jul, 09:35
Samstag, 12. Juli 2008
Mir scheint, dass tief liegt, was doch eigentlich so klar. Trotzdem ist da dieser Schmerz. Es scheint, als müsste alles abgelegt werden, bevor die Reise beginnen kann. Die Reise ins innere Universum. Weit und leer fühlte es sich an. Selten begegnete ich welchen. Planeten und Sonnen aber auch Abgründe und schwarze Löcher waren da. Ich habe sie umschifft oder bin durch die Galaxis gereist und auf der anderen Seite des weissen Lochs wieder aufgetaucht. Jetzt ist es hell. Was dunkel war ist jetzt Licht, was finster war das strahlt voll Liebe und Zuversicht. Trotzdem ist da Trauer. Es scheint als müsste der Schleier abgelegt werden, der da so klebt. Wie ein Seidentuch im Rosenstrauch. Sorgfältig und behutsam muss man es lösen, und jeder Riss ein Schmerz. Lässt sich wohl nicht verhindern.
Und jetzt? Ist es wie es ist. Und so wie es ist, da ist es einfach so. Unbeschreiblich, nicht schön, nicht toll. Weder übermütig noch trostlos, vielmehr freudig aber doch zurückhaltend. Ein leises Lächeln das sanft über dem Wasser schwebt. Eigentlich unsichtbar, doch mit der Präsenz der Ewigkeit. Wer es haben möchte, dem wird es gewährt. Aber nicht einfach so. Erst muss die Kühnheit und das Tollsein weichen. Erst müssen die Weichen von der Schnellstrasse weichen. Erst muss still und in Gewahrsein da sein was so schön mit Sehnsucht zu schmelzen versucht. Das Glück liegt tief und Furchtlos der, der um des Nichts-Willen den Kampf mit den Drachen auf sich nimmt. Nicht um des heiligen Grals Willen, nicht um des Ruhmes willen. Denn ihm ist gewiss, dass nie jemand erfahren wird, wofür er kämpfte, welche Ängste er überwinden musste. Höchstens die Eine wird es wissen. Die, die auf ihn wartet, mit tausend Küssen ihn empfängt, wenn er von seiner Reise zurückgekehrt. Ja, sie würde es bestimmt wissen. Denn sie ist es, die alles durchdringt und aus ihr alles entspringt. Sie, die nie von seiner Seite weicht, in seinen dunkelsten Zeiten ihn begleitet, wenn er schon längst im Tal des Vergessens. Aber sie ist voller Gnade und Vergebung. Nie könnte sie sich von ihm wenden, nichts gibt es dass ohne Sie jemals sein könnte. Die Liebe immer währt.
Das Glück liegt tief, der Friede ist weit. Weiter als die Welt, weiter als der Gedanke. Die Gedanken formen das Sein, und das Sein ist was es ist. Der, der es versteht die Mauern zu überwinden, die Fallen zu umgehen und jeglichen Schleier von sich zu weisen, wird wissen und sehen. Tief auch der Blick, unendlich weit das Sehen. Dann wenn alles abgelegt, dann wenn alle Furcht beseitigt und die wahre Frucht ihr Innerstes preisgibt wird der Weg frei. Wird der Weg der Wege, wird der Weg zum Ziel, wird die Reise zur Präzisen Anleitung für das Verstehen des Seins. Bruchstückhaft in kleinen und in grossen Brocken und immer weiter, immer mehr gibt das Sein seine Unendlichkeit preis, damit wir wissen, wie wenig wir wissen und worin der ewigste Hauch besteht.
12. Jul, 19:20
Samstag, 26. April 2008
Jetzt ist es an der Zeit. Ein Gedicht das trägt auf
Händen wie auf Füssen. Nicht das es dich tritt,
sondern es dich hält, in guten aber auch in
schlechten Gezeiten.
Wie die Welle kommen und gehen sie. Die Ge-
danken, die Gefühle, die Lust und der Frust.
Immerwährend wie in einem lauschigen Spiel.
Auch wenn wir dies oft so nicht sehen können,
wir sind ja Teil des Spiels.
Und trägt es mich fort in grossen Schritten so
halte ich mich fest an der Stille. Dort wo tief be-
graben die Unendlichkeit fortwährt. Denn eigen-
tlich ist es umgekehrt. Tief begraben liegt das,
wofür wir uns halten und an der Oberfläche
bleibt stehts das schwimmende Glück.
Das wonach wir suchen in der Tiefe, nicht be-
greifen wollen, dass es zu finden eines grösseren
Tauchganges benötigte. Aber nicht der zu Beginn,
sondern der zu Ende, wenn es darum ginge die
Flaschen neu zu füllen.
Jetzt, da ich langsam nach oben gleite, im Wissen,
dass ein zu schnelles aufsteigen zu einem Über-
mass führen könnte, begreife ich. Ich verstehe
wozu, wofür und wonach. Doch davon später.
Behutsam taste ich mich nach oben, tiefer nach
ausserhalb, weiter nach innerhalb.
Wozu ist das, um zu verstehen wozu. Wofür ist
das um zu erkennen wofür und wonach ist das
wonach wir uns sehnen, wenn wir denn bald
erkennen, dass wir bereits da. Und bald meint,
dass auf der Achse der Zeit alles vergänglich
und doch nur ein Augenblick.
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26. Apr, 08:51
Montag, 18. Februar 2008
Wir sind, ganz offensichtlich. Ich denke, also bin ich, behaupten die Einen. Ich bin, behaupten die anderen. Doch was ist wahr, was können wir wirklich wissen? Wer sind wir, was sind wir, ja sogar, wo sind wir? Womit oder worin sind wir? Was tun wir, und weswegen? Womit identifizieren wir uns?
Es geschieht. Manchmal spontan, doch meistens auf Anweisung. Einer Weisung eines Spirituellen folgend, oder auf eigene. Dann kann es sein, dass sich die Identifikation leicht löst. Wie ein Abziehbild auf einem Kleber. Und so ist es auch. Wie ein Kleber, oder noch besser ein Klettverschluss. Tausend kleine Widerhaken klammern sich fest am Bewusstsein. Oder ist es umgekehrt? Jeder Gedanke, jedes Gefühl wirkt wie ein Verschluss. Sogleich identifiziert sich das Bewusstsein wieder mit dem Selben, wie zuvor. Dann ist Unbewusstsein und sogleich ward alles vergessen.
So geschieht es Tag für Tag, Nacht für Nacht. Vergessen, erinnern und wieder vergessen, dann sein. Im hier und jetzt. Doch meist ist vergessen, meist ganz unbewusst. Unbekümmert und doch fehlt etwas. Was ist es? Dann wenn es wieder hier ist, wird alles klar, im jetzt. Dann ist das Unbewusstsein abwesend und Bewusstsein ist anwesend. Es scheint mir, als würden sich diese beiden nicht kennen, könnten sich nie im gleichen Raum aufhalten. So als würden sie sich nicht ertragen. Das Eine würde das Andere sogleich verschlingen. Doch wer gewinnt? Es kann immer nur einen geben. Das ist offenbar der Clou. Es kann nur einen geben und dieser wird unsterblich - bis er stirbt und der andere gewinnt.
Aber wer sind wir? Wer bin ich? Bin ich nun Unbewusstsein oder Bewusstsein? Beides kann ich erfahren, also muss ich etwas ausserhalb von beidem sein, nicht wahr? Wer ist also ich? Kann ich auch beidem gleichzeitig gewahr sein, ist es nur ein Produkt des Verstandes? Sagen wir, der Verstand würde nur immer eine Seite von beiden kennen. So als bildete der Verstand einen Raum und darin könnte sich immer nur eines von beidem aufhalten. Bewusstsein oder Unbewusstsein. Wenn beide gleichzeitig anwesend sind, muss es jenseits des Verstandes oder des Raumes sein. Beinhaltet dies also Dualität? Ist es dies was gemeint ist mit Polar? Es kann immer nur eine Seite geben, beinhaltet aber nichts desto Trotz die andere Seite?
Dies alles ist sehr paradox. Alles und nichts. Genau wie vielfach und vielfältig beschrieben steht. Bewusstsein und Unbewusstsein ist nur eine Manifestation von ich. Ich ist allgegenwärtig und kann alles beinhalten oder auch nichts. Gleich danach geschieht bin. Dann ist ich bin. Aber das ich alleine identifiziert sich mit nichts. Auch nicht mit sich selber. Es weisst nicht, dass es ist. Es sagt nur, ich. Danach kommt identifikation mit sich. Ich bin. Und erst später entsteht ich bin dies oder ich bin das. Der Verstand kreiert dann das Ganze darum herum und möchte ein eigenes Selbst, ein eigenes ich haben. Der Verstand möchte, inspiriert vom ich, auch ein ich. Das ursprüngliche ich ist dann fähig sich mit dem neuen ich, welches lediglich ein Produkt des Verstandes ist, zu identifizieren. So weit so gut.
Leiden entsteht. Warum? Weil das neugeborene ich nicht mehr an der Quelle angeschlossen ist, so wie das ursprüngliche ich. Das Ur-ich kommt direkt aus der Quelle, dem Numinosen, so wie es viele Mystiker beschreiben. Es ist sozusagen die Quelle. Das vom Verstand neugeborene ich ist nicht aus der Quelle sondern aus dem Verstand der widerum nur ein Erzeugnis des Ur-ich ist. Somit haben wir eine Doppel-Identifikation. Es gibt das ich, welches wir sind. Dann gibt es den Verstand, welches ein eigenes ich kreiert, das für das Ur-ich eine Falle darstellt, weil es sich leicht mit Dingen identifizieren kann. Eine Ur-Qualität von ich.
Wären wir uns dem ich gewahr, würden wir den Verstand auf ganz natürliche Weise gebrauchen um Dinge zu tun, die dazu dienen dem Ur-ich Ausdruck zu verleihen. Wir würden uns nicht in Ego-Absichten, Machtkämpfe oder haben wollen verstricken. Denn wir könnten die schlichte Tatsache akzeptieren, dass wir einfach sind. Und weil es so nahe bei der Quelle liegt, gibt es nichts, das uns fehlen würde. Wir könnten jederzeit eintauchen, wenn uns danach wäre. Anschliessend würden wir uns wieder der Manifestationen widmen und könnten die Freude und die Liebe in diese Welt tragen in der wir leben.
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18. Feb, 12:46
Donnerstag, 8. November 2007
Bis vor kurzem noch, da war alles in Ordnung. Jedenfalls in meiner Ordnung. Bis vor kurzem noch, da dachte ich: "Ach, ist das schön. Die Zeit vergeht, manchmal wie im Fluge, und schön ist's mit dir." Ich glaubte auf einem Wege zu sein, vorwärts zu gehen in eine Zukunft. Die zwar, wie immer, ungewiss erscheint doch voller Glanz und Schönheit ist. Die Welt lag mir zu Füssen, mit dir an meiner Seite. Ich dachte, es geht, es wird besser, es wir liebevoller.
Doch dann, ganz abrupt und ohne Warnung. Erst sanft und dann wehement, Klartheit trübt das Wasser. In diesem Sinne umgekehrt. Ich war überrascht und irgendwie auch erleichtert, ich war frei.
Jetzt bin ich traurig. Ein wenig. Ein wenig ungewiss ist alles, wie mag es kommen, wohin werden wir gehen. Ich weiss es nicht. Die Betrachtungsweise einmal mehr, weist mir den Weg durch die Düsterheit der Zukunft. Ich denke mir es kommt, es kommt gut. Was auch immer kommen mag. Dieses Unumstössliche ist es, was mich am Leben erhält. Und werde ich später einmal zurückblicken, wird alles so sein, wie es hat kommen müssen. Und wenn da der Schmerz im Moment noch so fest drückt, die Zukunft wird kommen unhinderlich. Und das ist gut so.
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8. Nov, 08:59
Freitag, 21. September 2007
Gestern noch habe ich gelernt. Erst in der Schule, dann zuhause. In der Schule war schlimm, zuhause war schön. In der Schule haben wir Formeln und wirres Zeug, dem ich keinen direkten Zusammenhang für mein Leben abgewinnen kann gepaukt. Zuhause habe ich im Buch "Ich bin" von Sri Nisargadatta Maharaj gelesen. Da stand dann, dass es zur Erlösung nichts weiter braucht als mit dem Bewusstsein beim "Ich bin" gewahr zu sein.
Ein wunderbarer Gedanke. Es braucht also nichts weiter und alles wird gut. In der Tat, manchmal habe ich den Eindruck die subtiele aber tiefgreifende Veränderung wahrnehmen zu können, von der Maharaj spricht. Und dann geschieht es zuweilen ganz spontan, oftmals morgens nach dem Kaffee.
Klarheit, tief empfundene Liebe und Freude gleiten durch mich und verheissen mir grundlegende Erfüllung. Jenseits von allen weltlichen Freuden kann ich deutlich wahrnehmen, dass es nichts gibt, was uns glücklicher machen könnte als jener zarter Hauch von "Ich bin". So unscheinbar und doch so alldurchdringend.
Jede Beschreibung spottet der Wahrhaftigkeit. Jedes Wort wird sogleich eine Lüge, denn jegliche Vorstellung von sich und der Welt ist grundlegend falsch. Wir können uns nur in der totalen Negation erfahren, wie Maharaj sagt.
Und dann. Ich gehe morgens zur Arbeit, wie jeder normale Mensch. Ich trage diese tiefe Verbundenheit mit ins Büro und bin traurig. Denn schon bald wird dieses wunderbare Gefühl von Gewahrsein im Sumpf des Büroalltags zugedröhnt. Und was kann ich dagegen tun? Ich werde wohl heute öfters zur Toilette gehen und mir jetzt einen Tee besorgen.
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21. Sep, 09:32
Montag, 27. August 2007
Wenn ich ganz von oben nach ganz unten mit meinem ganzen Wesen durchdringe müsste es mir möglich sein zu erkennen. Wenn ich mich Stück für Stück befreie von meinen Gedanken und mir erst mal Gedanken darüber mache was ich denn eigentlich denken möchte, würde mir vielleicht bewusst, wie es ist ein vollkommen freies, autonomes und göttliches Wesen zu sein, wie es immer geschrieben steht. Wenn wir absolut fähig sind und uneingeschränkt mächtig, müsste es doch auch jederzeit möglich sein alles zu erkennen und das Richtige zu tun. Sind wir denn so verblendet mit unseren täglichen Gedanken, dass wir nicht mehr sehen können wie die Welt wirklich ist? Ist es unser Hirn und sind es unsere Emotionen und vielleicht noch viel mehr, das und so einschränk und alles Mögliche glauben macht? Was spielen die vielen Worte, Gedanken und Bilder für eine Rolle in unserem ewigen Dasein? Wer manipuliert uns und wozu, was ist der eigentliche Zweck der dahinter steckt? Es kann ja nur ein Spiel sein. Wenn wir alle freie Geistwesen sind und unser eigentlicher Ursprung in einem nie endenden unbeschreiblichen Geistigen liegt, wo es sich wohlig warm und immerzu glückseelig anfühlt, wozu sollte sich dann irgend jemand auf diese einengene Existens, genannt Mensch, einlassen wollen. Oder auf eine andere Form der Existenz? Bestimmt gibt es noch unendlich viele andere Existensformen, die unsere Vorstellungskraft, produziert durch unser winziges Hirn, um unermessliche Dimensionen überschreiten. Doch auch diese Formen der Existenz müssen, verglichen mit der unbegrenzten Weite und Schönheit des Geistes, mickrig und klein, ja geradezu lächerlich erscheinen. Und trotzdem nehmen wir alles todernst. Und deshalb gilt es allen Ernstes als oberstes erklärtes Ziel, den Tod mit allen Mitteln zu verhindern. Doch läge genau darin eine der vielen Möglichkeiten für Erlösung und geistige Freiheit, denn dann würde die Bindung mit dem Körper augenblicklich aufhören, und wir sähen sogleich, wie es ist "gestorben" zu sein. Wir könnten uns sogleich ans Werk machen und ohne Körper die ganze Dimension geistigen Umfanges beginnen zu erforschen. Wir wären an keine Zeit und an keine Limitierungen gebunden, und wenn wir uns zu Lebzeiten darum bemüht hätten, einen geistigen Führer, wenn das auch sehr abgedroschen klingt, zu finden, dann könnten wir uns nach dem Vergehen des anhaftenden Körpers liebevoll an ihn wenden und darum bitten uns die restlichen geistigen Sphären zu zeigen, welche in vielen Schriften als Himmel bezeichnet werden. Fortan wären wir befreit und schauten aus einer Optik auf die Welt hernieder, die wir aus unserer heutigen Sicht so grausam und mühselig empfinden, dass es einem schlecht werden könnte. Fortan wüssten wir um alle Dinge und könnten uns frei entscheiden zu tun wonach uns auch immer wäre, ohne Einschränkungen und ohne Schmerz. Voller Liebe und Wissen um Gott. Und alle wüssten es.
Doch warum sollte dies nicht auch mit Körper möglich sein? Wenn wir freie Geistwesen sind, die sich auch in der Tat frei bewegen können, die ständig über die Allmacht verfügen Ursächlich zu handeln und eigene Entscheidungen treffen können, dann könnten wir uns doch auch jederzeit dazu entscheiden den Körper zu verlassen und alles hinter uns zu lassen. Wir könnten sogleich aussteigen und sehen was dahinter steckt. Es gibt doch keine einzige Begrenzung die uns daran hindert. Und trotzdem tun wir es nicht. Vielleicht weil wir glauben es ginge nicht. Oder weil wir es uns selber verunmöglichten mit unseren eigenen Gedanken und Vorstellungen über die Welt, wie diese denn sei und zu funktionieren hätte. Doch was wissen wir, und damit meine ich den einzelnen Bürger ganz für sich genommen, denn tatsächlich über die Welt. Woher wissen wir denn wirklich wie die Welt aussieht? Woher glauben wir zu wissen die Welt sei rund. Wer hat sich darüber schon einmal Gedanken gemacht, oder wer hat dies schon gesehen. Und damit meine ich den einzelnen Privatbürger wie mich. Ich zum Beispiel habe noch nie mit einem Astronauten gesprochen. Oder ich habe noch nie ein Foto von jemandem erhalten, bei dem ich 100% sicher sein kann, dass dieses Foto echt ist. Natürlich hört sich dies verschwörerisch an. Doch mache ich mir schon hin und wieder einen Gedanken dazu. Denn es geht schliesslich darum, was ich denn selber wirklich weiss. Und woher weiss ich es, wer sagt es mir, woher stammt dieses sogenannte Wissen denn genau? Und was von diesem Wissen kann ich als gesichert betrachten? Vor noch nicht allzu langer Zeit glaubte der Mensch, die Erde sei eine Scheibe. Eine andere Behauptung hätte zu dieser Zeit durchaus zu einer Hinrichtung führen können. Und heute? Heute würde die Behauptung, die Erde sei eine Scheibe unter Umständen in die Klappsmühle führen, oder auf den Haufen der ewig Verdammten. Dort wo alle in eine Ecke gedrängt werden, welche nicht in den Chor der Forscher einstimmen die einhellig das Lied vom gesicherten Wissen singen. Jene die versuchen ein neues Lied zu komponieren, jene die versuchen mit wirklich wachem und neugierigem Geist nach Wahrheit suchen. Jene die versuchen das Wissen auszugraben, das schon seit Tausenden von Jahren systematisch verscharrt wird unter Lügen und Dogmen. Doch wer wagt es schon wirklich öffentlich unpopuläre Meinungen zu vertreten, wer spricht darüber. Kaum hört man jemanden darüber sprechen, geht sofort ein Link im Kopf auf. So als ob ein Knopf aktiviert würde, der heisst: "Nicht glauben, nur dummes Geschwätz!". Und wärend ich so darüber schreibe, wird mir bewusst, dass ich genau den gleichen Knopf im Hirn implantiert habe.
Eigentlich wäre ich ein aufrichtig suchender Mensch. Ich stelle gerne viele Fragen und habe auch das Warumfragen nicht verlernt. Ich bin ausserordentlich neugierig und stelle Fragen, die sich viele offenbar nicht stellen. Warum auch immer. Und trotzdem habe ich bemerkt, dass ich gewisse Themen vollkommen ausblende, weil diese mit einem Vorurteil behaftet sind. Dieses Vorurteil ist aber nicht offensichltich. Es hat sich schleichend selber eingepflanzt und wirkt ganz leise im Hintergrund. Doch ist es stets zur Stelle, wenn es darum ginge neues Wissen aufzudecken oder neue Erfahrungen zu brisanten Themen zu machen. Es ist immer dann zur Stelle, wenn ich versuchte unter die Decke zu blicken. Dann hiess es: "Das ist eine Verschwörungstheorie" oder "Das konnte man beweisen, dass dies nicht stimmt", oder "Das sind ungesicherte Erkenntnisse, das kann somit nicht stimmen.", oder "Das wäre ja absurd, stell dir mal vor wenn das so wäre..." (Interessanterweise hört es in der Tat dort auf wo die Punkte sind. Das ist insofern brisant, weil genau dort der Satz vollendet werden müsste und man hätte noch die Möglichkeit einen Ausstieg zu finden. Das heisst, eigentlich ist dieser Satz ein Fehler im System, wo nicht ganz verhindert werden konnte, dass es Auswege aus der Misere gibt. Wie schon gewisse Mystiker sagten, das Netz ist voller Löcher, man muss sie nur erkennen und man weiss wo der Ausgang liegt.)
So habe ich, wie die meisten Menschen, aufgehört an gewissen Dingen zu suchen. Der Aufwand alles zu hinterfragen schien einfach zu gross. Zu vielfältig und zu übermächtig ist die Informationsflut, die uns vornehmlich mit Müll zuschüttet. Wir lebten in der Informationsgesellschaft heisst es so schön. Doch leider besagt dieses Wort nichts darüber, um welche Informationen es sich handelt. Und wir nehmen es einfach hin. Wir fragen uns wirklich aber auch wirklich gar nichts mehr. Wir lassen uns berieseln von diesen so schönen Informationen, weil es sich so gut anhört, weil sie an allen Orten zu jeder Zeit verfügbar sind. Wahrscheinlich kann man zu Informationen mittlerweile leichter gelangen als an fliessendes Wasser. Doch sind die Informationen verschmutzt mit dem Müll des Gedankengutes von Wesen die anderes im Sinn haben als das Wohl der Seelen die in den Menschen stecken. Was auch immer deren Absichten sind, die die Informationen verschmutzen oder anreicherten mit explosionsgefährlichen Mischungen aus zündendem Material, dass nur dazu dient uns von der Wahrheit abzulenken. Wir müssen tatsächlich wieder lernen selber zu denken. Wir müssen lernen die Muster zu durchschauen. Wir müssen aufstehen, noch heute, und uns gegen diese Vorherrschaft der Manipulation wehren. Erst im kleinen, ganz persönlichen Rahmen. Wir müssen lernen ganz genau hinzuschauen, wie fest wir schon manipuliert wurden, wie weit unser eigenes Stadium der Krankeit "Manipulation durch Informartionsverschmutzung" schon fortgeschritten ist. Dann sollten wir sukzessive versuchen uns selber zu heilen, indem wir Informationen gezielt sammeln, durchleuchten und reinigen. In allem Verunreinigten findet sich immer etwas brauchbares. Genau so wie es Menschen fertig bringen sich von Müllbergen zu ernähren und ihren Lebensunterhalt zu finanzieren, so müssen wir lernen den Müllberg von Informationen zu filtern, trennen und zu brauchbaren Wahrheiten aufzubereiten. Und wir müssen es heute tun und morgen. Jeden Tag müssen wir ganz genau hinsehen und uns reinigen von den Verschmutzungen. Wir müssen uns unsere eigene Medizin erschaffen, die uns heilt von den Verunreinigungen der Manipulationen. Wenn uns dies gelingt, sind wir schon einen grossen Schritt weiter. Doch als nächstes sollten wir uns zusammen tun. Wir sollten Netzwerke bilden. Vielleicht im Geheimen vielleicht öffentlich. Und ich bin mir sicher, während ich das schreibe gibt es schon unzählige Menschen die das gleiche tun. Denen es ebenfalls stinkt, die nach anderen Menschen suchen, die auch am Erwachen sind und sich nun wahrhaftig auf die Suche machen. Doch wie können wir uns finden. Ich selber komme mir ziemlich unfähig vor, was dies betrifft. Ich schreibe diesen Text hier und habe keine Ahnung wie ich mich damit an Euch richten soll.
27. Aug, 21:21
Freitag, 3. August 2007
Das erste mal seit langem habe ich wieder dieses Gefühl von Geborgenheit. Von süssem Zauber, zart und warm zugleich, sanft legt sichs über mich. Ich weiss jetzt, ich fühle jetzt - auch wenn zu Beschreiben mir äusserst schwer fällt. Die Worte quälen sich nur mühselig aus meinen Fingern, langsam drückt was innerlich schwillt - zu sagen schon längst überfällig. Und ich sehe was vor mir liegt, hat direkten Zusammenhang was weit zurück liegt. Oft bin ich den Tränen nahe, weil das Gefühl so stark mich innerlig zusammenhält. Ich spüre jetzt, ich weiss jetzt dass es nicht mehr weit sein kann.
Das erste mal seit langem kann ich mich wieder hingebungsvoll jemandem zuwenden in tiefer Gewissheit ganz vertrauensvoll mit wachsender Liebe. Tiefer und und berührter wird es Tag für Tag. Innig schön, verheissungsvoll dass alles vielleicht doch ein bisschen mehr als ein schöner Traum. Ich wachse, werde grösser und stärker. Die Früchte zeigen sich, reifen in der Sonne der Aufmerksamkeit bis sie irgendwann prall und süss langsam zu Boden gleiten. Ich werde da sein und in Empfang nehmen was mir zusteht, wofür ich lange und hart gearbeitet habe.
Das erste mal seit langem kann ich fühlen, dass Geduld eine Tugend sein muss. Ich weiss jetzt, dass mein unerschütterlicher Glaube, meine Hoffnung und all mein Tun darin ausgerichtet waren zu warten und zu wissen, dass einst kommen wird was mir gehört. Ich nehme es weil es mein Eigen ist, von mir geschaffen darauf wartend zu mir zurückzukehren.
Nun ist der Zeitpunkt da um dankbar zu sein. Dankbar für das Leben und seine Lektionen. Endlich, die Augen öffnen sich, das Bewusstsein ist ruhig und klar in seinem natürlichen Ursprung, still beobachtend. Nun weiss ich, es wird kommen, es wird sein. Voller Unschuld, kindlicher Reinheit und Schönheit.
Ich bin tief berührt von dieser Begegnung. Meine Freude wächst von Tag zu Tag, doch schliesslich weiss ich nicht wie mir geschieht. Der Fokus noch immer auf düstere Aspekte gerichtet, darauf konditioniert den Ekel und das Unbehagen zu beseitigen. Trainiert auf Sumpfrennen und Schlammziehen, dass das Bewusstsein sich erhebt aus dem Moor der Dunkelheit um wieder frei und unbeschwert darüber zu hängen, zu dienen als Turm der Wegweiser aus dem Land der Fantasie und der Täuschung. Wir werden frei sein. Alle.
3. Aug, 09:32
Freitag, 22. Juni 2007
Obwohl ich heute kränkel und mir bereits zu Tagesbeginn überlegte nicht zur Arbeit zu erscheinen, ich heute Abend eine Vordiplomprüfung schreiben muss auf die ich nicht gelernt habe, erscheint mir der Tag frisch und froh. Zwischen den dicken Wolken aus denen die vergangenen Tage noch ein kräftiges Donnerwetter herniederkam, scheint doch ab und an die Sonne. Frühling und Sommergefühle sind in mir. Ich erinnere mich an die Bücherzeit über Kinder, deren Leben so unbeschwert schien, wie ich es mir niemals zu träumen glaubte.
Ich spüre zart den Hauch der Freude. Jene Freude die mich das erste mal beglückte, da die Schulzeit vorüber war. Ich durfte endlich eintauchen in die langersehnte Freiheit, den Duft der grossen weiten Welt einsaugen. Jetzt spüre ich es erneut. Ich bin frei, ich bin glücklich und voller Zuversicht.
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22. Jun, 08:26
Donnerstag, 22. Februar 2007
Ich weiss es nicht mehr genau. Unscharf und verblichen sind meine Erinnerungen an diese Zeit. In etwa Acht Jahre muss es her sein, als ich das erste Mal das Gefühl hatte mich auf einen Weg zu begeben. Früh schon, hatte ich mir wirklich ernsthaft die Frage gestellt: "Woher kommen wir?" verknüpft mit der logisch schlussfolgernden Frage: "Wohin gehen wir?"
Mir ist bis heute nicht ganz klar, warum ich mir diese Fragen überhaupt stelle. Schliesslich scheint mir, gibt es viele die sich darüber keine Gedanken machen. Eigentlich kann ich mit den meisten meiner Freunde nicht wirklich ernsthaft über solche Fragen sprechen. Sie sind entweder nicht interessiert, oder nicht ernsthaft genug. Und mit ernsthaft meine ich, was dieses Wort bedeutet. Manchmal würde ich lieber sogleich sterben um zu wissen. Manchmal würde ich mein Leben dafür geben, würden mir gewisse Fragen sogleich beantwortet. Früher hätte ich von mir selber behauptet, dies würde daraus resultieren, weil ich mein eigenes Leben nicht mag, mir so unerträglich schwer erscheint. Doch heute ist dies völlig anders. Ich lebe mein Leben um einiges reichhaltiger als andere. Vieles in meinigem habe ich in Balance gebracht, mich mit Schmerzhaftem aus der Vergangenheit versöhnt und kann wieder aufrichtige Liebe empfinden. Und trotzdem. Ich kann den Äusserlichkeiten nicht genügend Befriedigung abgewinnen. Natürlich gibt es viel Schönes, Wunderbares. Doch letztendlich bleibt immer ein kleiner Nachgeschmack von Unerfüllt zurück. Was bleibt wenn es sich dem Ende neigt? Ich habe gelernt, dass eine erneute Befriedigung schlicht nichts bringt. Für den Moment mag dies ja ausreichen, weil im Moment keine Gedanken an ein Ende vorhanden sind. Doch irgendwann kommt das Ende, ganz bestimmt. Sterben tut ein jeder. Dies ist das Einzige was sicher ist. Wie kann ich also dieser Leere, welche immer zurückbleibt Genugtuung verschaffen? Es muss doch Möglichkeiten geben, diese Lücke zu füllen. Reichhaltig zu sein, gefüllt. Von innen heraus. Glückseelig, wie es so heisst.
Nun, der erstere Weg mit Jesus hat mich nicht dahin gebracht. Zu schal war der Nachgeschmack, wenn ich mir gewisse Fragen zu stellen begann. Zu gross der Zwiespalt, von Wissen, Gefühl und Intuition. Der Kirche an und für sich konnte ich leider auch nicht viel abgewinnen. Der schale Nachgeschmack stellte sich bereits beim Betreten der für Gott vorgesehenen Gebäude ein. Ist Gott wirklich so kühl? Hat Gott einen Nachhall? Nein, das kann nicht sein. Verkorkste und Altgraue in seltsame Gewänder und aus riesen Kelchen trinkende Prediger machten auf mich nie den Eindruck, als hätten sie etwas erfahren. Etwas, von dem ich lernen konnte, das meine Leere füllen möge. Ich sollte glauben? Glauben, das wenn ich glaube meine Leere gefüllt würde? Hoffen, das dies irgendwann eintreten möge, hoffen das all meine Sünden wie von selbst verschwänden? Was für ein Schwachsinn! Entschuldigung, aber für dieses habe ich nur Hohn übrig. Wer mit geläutertem Herzen sucht wird schnell feststellen, dass dieses Konstrukt aus Lügen und Dogmen nicht Bestand haben kann.
Esoterikkram versus Spiritualität
Wer mit offenen Augen sucht, wird unweigerlich auf Esoterik stossen. So auch ich. Wahrscheinlich unumgänglich irgendwann zu glauben wir würden bald in eine höhere Dimension vorstossen. Gott im Gewand von Ausserirdischen würde uns persönlich auf seinem Raumschiff in den Himmel holen, wenn wir nur genug fest daran glauben. Und es werden bestimmt nur jene geholt werden, die auch wirklich fest genug daran glauben. So fest, dass sie nichts anderes mehr denken können, bis sie völlig verblendet sind von dem unglaublichen Strahlen der Lichter an den Raumschiffen. So glaubte ich einst, Jesus, Kirche und Esoterikkram möge sich verbinden lassen, müsse sich zu einem Ganzen fügen, und mir Wahrheit schenken. Ich predigte und laberte, auf jeden ein. Niemand entkam meinen Vorträgen, niemand konnte sich aus den Zwängen meiner einzigsten Frage: "Glaubst du an Gott?" entziehen. Ich laberte und predigte auf die armen Menschen ein, doch selber, was hatte ich denn schon? Würde mir die Weisheit ganz automatisch ins Hirn geflösst? Ich müsste nur genügend fest daran glauben und hoffen, so fest, dass ich nichts mehr anderes denken konnte ausser labern und predigen.
Ich bin geläutert, ich habe es geschafft. Ich habe mich gelöst von den Zwängen, trage nichts mehr nach aussen. Ich labere nicht, auch wenn dies einigen jetzt vielleicht so scheint, ich predige nicht. Ich habe mich auf die Suche gemacht, auf die ganz persönliche eigene Suche. Den Weg, den ich gehen will, soll, muss oder kann. Meine ganz persönlichen Fragen stelle ich mir heute, und vergebe mir meine Schuld, wie auch andere mir vergeben mögen. Oder so ähnlich. Ich habe es beendet, einfach so etwas zu glauben ohne eine Erfahrung dazu gemacht zu haben. Ich habe es beendet, andere Menschen dafür zu verurteilen was sie glauben oder sagen. Ich habe es beendet zu meinen, ich müsste die anderen etwas lehren, ihnen den rechten Weg aufzeigen, sie wach zu rütteln. Nein. Jeder soll so tun, wie er denkt, wie er es für richtig hält. Freier Wille gilt!
Spiritualität sei dank. Der Unterschied zwischen Spiritualität und Esoterik ist für mich in etwa so deutlich wie die unterschiedliche Grösse des Brotes das die Leute essen und jenem das der Pfarrer zusammen mit dem vielen Wein im riesen Kelch verschlingt. Schwammig und doch so präzise wie das unumstössliche Gesetz von Ursache und Wirkung. Nun, wo liegt denn genau der Unterschied?
Ich mag keine Dogmen. Ich mag keine Glaubenssätze die auf einseitigen oder keinen Erfahrungen beruhen. Ich glaube dass Glaube durch Wissen ersetzt werden muss, jedoch vorher ein jeder glauben muss. Ohne Glauben kein Wissen, doch Wissen muss nach Glauben sein. Ich bin mir ganz sicher, dass alles erfahrbar ist. Ich bin mir ganz sicher dass wir geradezu berufen sind zu hinterfragen. Auch wenn vieles dagegen spricht. Doch frag mal: "Wer spricht denn da?" Horchst du auf eine Stimme, bei der du nicht genau weisst von wem sie denn stammt? Von dir?
Ich mag keine lauten Sätze. Ich mag keine Sätze die man nicht selber überprüfen kann. Insbesondere mag ich keine Sätze die sagen es würde bald ein neues Zeitalter eingeleitet oder sowas. Warum sollte es denn so sein? Im Himmel existiert keine Zeit, dies ist eine Erfindung von uns erfinderischen Wesen. Warum sollte also ein neues Zeitalter eintreten? Dies wäre ja nur eine weitere Illusion in der Illusion, der Illusionen. Ich bin mir ganz sicher, dass man dahinter sehen kann. Glaubst du denn, dass das was du mit deinen Augen siehst die Wirklichkeit ist? Wer erzählt dir sowas? Die soeben angesprochenen Stimmen? Deine Eigenen?
Ich mag keine Verführungen. Dinge, die meine Aufmerksamkeit plötzlich anziehen und meine Gedanken darum kreisen lassen sind mir suspekt. Wenn ich mich nicht mehr davon lösen kann umso mehr. Wenn sie verhindern, dass ich meine Gedanken in den Himmel richten kann, lass ich die Finger davon. Glaubst du es macht dich glücklich? Viel Geld? Ein schönes etwas, das du dir damit kaufen kannst? Wer verspricht dir sowas? Die Stimmen?
Ich mag keine Behauptungen und Glaubenssätze. Wie können Menschen ansatzweise etwas glauben ohne zu hinterfragen? Sätze wie: "Da ist jemand, der weiss alles.", "Da ist jemand, der hat einen Plan für dich", "Wir können nichts daran ändern". Wie besprochen, woher kommen diese Sätze? Wer behauptet solche Dinge? Wer hat jemals gefragt, ob sie denn wahr sind? Wer fragt sich schon, was Wahrheit denn genau sein könnte? Die Philosophen?
Ich glaube nicht, dass mit Worten viel zu holen ist. Es mag anfangs ja lustig oder beruhigend oder spannend sein, den Verstand mit Worten und Konstrukten zu füttern. Ihn Bilder kreieren zu lassen um seine Vorstellungssucht zu befriedigen. Doch schlussendlich hat es nichts damit zu tun. Worte sind später. Die Quelle war ursprünglich. Mit Worten lässt sich diese Quelle nicht beschreiben, mit dem Verstand nicht erklären. Die Wissenschaft wird bis zum Sankt Nimmerleinstag daran forschen können, immer neue Erkenntnisse werden zu Tage befördert immer genialere Dinge erfunden und Streiche ausgeheckt. Doch schlussendlich stammt alles von dem Einen, ein Spiel auf einer übergrossen Leinwand. Ein Spiel für uns. Für Dich und Mich. Bis in alle Ewigkeit.
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22. Feb, 11:36